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Laufradmythologie oder zweckmäßige Kaufentscheidung? -

Laufradmythologie oder zweckmäßige Kaufentscheidung?

Gastautor: Martin Kraus

Für die meisten Biker ist es schwierig, die Qualität von Laufrädern richtig einzuschätzen. Fahrradhersteller nutzen das gern aus und jubeln bei sonst gut ausgestatteten Rädern dem Kunden sehr einfache Laufräder unter. Der hat dann den Ärger mit immer wieder lockeren Speichen, Speichenbrüchen, schmalen Felgen, auf denen breite Reifen wegknicken, oder einfach unnötigem Ballast. Wer einmal ein gutes Laufrad mit breiter Felge hatte, möchte es nicht mehr missen. Als passionierter und interessierter Hobbylaufradbauer möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, wie du dir einen neuen Laufradsatz zusammenstellst oder fertige Laufräder beurteilen kannst.

1. Einleitung mit etwas Theorie

Was macht ein gutes Laufrad aus? So wie jeder Biker, sein Fahrstil und sein Bike unterschiedlich sind, sind es auch die dafür optimalen Laufräder. Ein Laufrad für eine 55 kg schwere Tourenfahrerin mit einem leichten Hardtail und 100 mm Federgabel hat andere Leistungsanforderungen als ein Laufrad für einen 90 kg schweren Enduropiloten mit rustikalem Fahrstil. Leichte Fahrer können gern auf überdimensionierte, schwere Laufräder verzichten. Der schwere Fahrer hingegen benötigt mehr Steifigkeit für Spurtreue und Wiegetritt sowie Reserven bei Sprüngen und Fahrfehlern. Um dem gerecht zu werden, ist ein Laufrad dann gut, wenn es für den Einsatz und den Fahrer passend gewählte Komponenten hat und dazu sorgfältig aufgebaut ist (gleichmäßige und hohe Speichenspannung). Die wichtigsten Punkte für eine Auswahl werden im Folgenden nach den jeweiligen Komponenten sortiert beschrieben. Damit die Kriterien nachvollziehbar sind, stelle ich
jeweils noch eine Erläuterung voran.

2. Felgen

Die Felge ist sicher das entscheidende Bauteil am Laufrad. Grundsätzlich ist es für die Haltbarkeit eines Laufrades am günstigsten, wenn eine ausreichend stabile, steife Felge und viele dünne, flexible Speichen verwendet werden. Diese Kombination verteilt Kräfte besser auf mehrere Speichen und entlastet damit Nabenflansche, Felge und einzelne Speichen. Ein leichtes Speichenlaufrad ist immer ein Bauteil, in dem es etwas Bewegung gibt. Die Schwingfestigkeit wird so erhöht. Konstruktionen mit wenigen und dafür dicken Speichen sind ungünstig. In diesen Laufrädern verteilen sich einwirkende Kräfte auf weniger Speichen. Die einzelnen Speichen sind meist schon im unbelasteten Laufrad übermäßig hoch gespannt und die punktuellen Kräfte im Fahrbetrieb sind noch höher. Wenige Speichen bedeuten tendenziell geringere Haltbarkeit und geringere Steifigkeit. Noch schlechter wird es, wenn versucht wird, die Laufradsteifigkeit bei einer weniger stabilen, unterdimensionierten Felge über dicke Speichen zu retten. Hier werden die Speichen schnell locker und die Felge verformt sich. Deshalb lieber bei der Felge ein paar Gramm drauflegen und dies mit dünnen Speichen wieder einsparen.

Für deine optimale Felge gibt es zwei wichtige Auswahlkriterien.

a) Reifenbreite und Felgenbreite

Die erste Eingrenzung erfolgt nach der Reifenbreite, die du fahren möchtest. So selbstverständlich das bei Autos und Motorrädern ist, scheint das für viele Biker noch neu zu sein. Reifen müssen von der Felge gehalten werden. Bei einer zu schmalen Felge kippt der Reifen in Kurven seitlich ab. Dadurch büßt man viel Traktion ein und das Fahrgefühl wird wabbelig. Tubelessreifen verlieren dabei gern Luft und können sogar abspringen. Abhilfe wird bei dieser ungünstigen Kombination mit Erhöhen des Luftdrucks geschaffen. Das mindert aber auch wieder die Traktion und den Komfort. Im Gelände steigt mit dem Luftdruck sogar der Rollwiderstand. (Quelle: www.mountainbike-magazin.de)

Sinnvoll ist es deshalb, eine Felgen-Reifen-Kombination zu fahren, die dem Durchschnittsbiker einen Luftdruck zwischen 1,4 und 1,8 bar ermöglicht. Weniger ist wegen der Durchschlagsgefahr selten sinnvoll. Auch wenn es inzwischen schon viele breite Felgen und auch fertige Laufräder mit breiten Felgen auf dem Markt gibt, findet man an neuen Bikes leider meist noch Felgen wie in den 90er Jahren mit 17-19 mm Maulweite. Hingegen sind die Reifenbreiten von 2.0″ auf übliche 2.25-2.5″ und mehr gestiegen.

Um für deine Reifenbreite eine sinnvolle Felgenbreite zu ermitteln, kannst du dich an folgender Faustformel orientieren: Die Felgenmaulweite sollte wenigstens 40 % der Reifenbreite ausmachen. Besser wären sogar 50 %. Anders ausgedrückt: Reifenbreite / 2 bis 2,5 = Felgenmaulweite. Die hier interessierende Breite der Felge ist die Innenweite (Maulweite), also die lichte Weite zwischen den Felgenhörnern. Die kleinere Zahl der ETRO Angabe bei Felgenmaßen bezieht sich auch auf diese Innenweite (zB 25-559). Die oft angegebene äußere Breite spielt hierfür keine Rolle.
Beispiel: 2.4er Reifen (60 mm breit), Felge sollte wenigstens zwischen 24 mm und 30 mm Maulweite haben. Das ist immer noch weit entfernt vom Verhältnis der Felgenbreite zur Reifenbreite bei Motorrädern. Aber im MTB-Bereich hat es sich als ganz guter Kompromiss aus Halt und Stabilisierung für den Reifen und Felgengewicht erwiesen. Leichte Reifen mit dünner Karkasse benötigen mehr Halt als Reifen mit festen Karkassen (2Ply). Mit schmaleren Felgen ist ein 2.4er Reifen mit erhöhtem Luftdruck fahrbar. Ideal ist es aber nicht. Bei schmalen Felgen ist es deshalb sinnvoller, einen dazu passenden schmaleren Reifen zu fahren. Ich denke, 98 % der Biker werden vom erhöhten Komfort, Grip (größere Aufstandsfläche) und Sicherheit der breiten Felgen profitieren. Nur bei wenigen speziellen Anwendungen wie dem DHWettkampfsport verschiebt sich das etwas. Dort sind, allein schon um Durchschläge zu vermeiden, die Luftdrücke etwas höher. Die Fahrer haben eine exzellente Fahrtechnik und bevorzugen eher schnelle, runde Reifenformen und nicht abgeflachte, eckige, wie sie bei sehr breiten Felgen entstehen. Deshalb haben sich dort 22 mm Maulweiten mit 2.5er Reifen etabliert. Durch Materialsponsoring muss ein solches Wettkampflaufrad auch nicht ewig halten. Alle, die nicht mit professioneller Fahrtechnik über Steinfelder fliegen um das letzte Hundertstel herauszukitzeln, haben mit breiten Felgen deutliche Vorteile.

b) benötigte Stabilität

Hast du den Bereich ermittelt, in dem sich die Felgenmaulweite befinden soll, ist das nächste Kriterium die benötigte Stabilität. Das hängt davon ab, was die Felge bei dir aushalten muss. Eine Felge bekommt ihre Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit überwiegend durch ihr Kastenprofil und die Wandstärke des Materials. Aber auch Material/Legierung haben darauf Einfluss. Um Felgen gleicher Breite miteinander vergleichen zu können, braucht es etwas Erfahrung im Laufradbau und auch Rückmeldung von Fahrern bezüglich Dellenanfälligkeit und Haltbarkeit. Der einfachste Anhaltspunkt zur Grobbeurteilung ist jedoch das Felgengewicht und die Profilhöhe. Je größer der Felgenkasten und je schwerer, desto steifer ist die Felge – solange das Profil keine Fehlkonstruktion ist. Felgen mit höheren Profilen können – bei gleicher Breite – starken Schlägen tendenziell besser widerstehen als sehr flache Felgen. Dass eine größere Kraft benötigt wird, um ein 26 mm hohes Hohlprofil einzudrücken, als ein 15 mm hohes, liegt nahe.

Sucht man beispielsweise eine Felge mit 25 mm Maulweite und wiegt selbst 70 kg, kann man für einfaches Gelände und saubere Fahrweise eine leichte Felge wie Fun Works Amride 25 mit 450 g nehmen. Ist man etwas schwerer und tendiert Richtung All Mountain, wäre eine Notubes Flow EX mit 490 g schon etwas stabiler. Für schwere Fahrer oder Enduro mit Sprüngen und dynamischen Fahrstil könnte man eine Spank Subrosa Evo mit 530 g nehmen. Ob du von mehreren möglichen Felgen eher die stabilere oder die leichtere nehmen solltest, hängt von einer realistischen Selbsteinschätzung ab. Hilfreich ist auch, was du bisher für Laufräder hattest und ob diese gehalten haben. Technischer Unfug wäre es, eine Felge nach dem Wunschgewicht des Laufradsatzes und einer willkürlich gesetzten Gewichtsgrenze auszuwählen, ohne Breite und Stabilität zu beachten.

c) Weitere Kriterien können sein:

– Tubelessfähigkeit (erfordert spezielles Felgenprofil; moderne Felgen sind in der Regel geeignet)
– Farbwünsche
– Budgetbeschränkungen / -kompromisse
Unbedeutend ist hingegen, ob der Felgenstoß geschweißt oder gesteckt ist oder ob die Felge Ösen hat.

d) Interessante moderne Felgen mit gutem Verhältnis von Gewicht, Breite und Stabilität findet man zur Zeit beispielsweise bei den Spank Evo Modellen (sehr stabil), Notubes ZTR Felgen, insbesondere der Flow Ex (leicht) oder Fun Works Amride25 oder Track Mack Evo (leicht) oder Pacenti (sehr leicht).

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3. Naben

Bei den Naben musst du die von deiner Gabel und Rahmen vorgegebenen Achsstandards beachten. Viele Naben sind auf verschiedene Standards einfach umrüstbar, falls du einmal die Gabel oder den Rahmen wechselst. Möchtest du Centerlock-Bremsscheiben fahren, muss du dich hier schon festlegen. Wenn das passt, kannst du eine Nabe grundsätzlich nach deinem Budget auswählen. Auch ein Nabenset für 50 € (z. B. Shimano SLX) funktioniert und tut was es soll. Nabensets für 500 € oder mehr sind oft etwas leichter, haben manchmal etwas teurere Lager und aufwändigere Dichtungen. Aber mehr als funktionieren können sie auch nicht. Ich möchte die Qualität der sehr teuren Modelle nicht zerreden, aber für ein gutes und haltbares Laufrad sind diese Teile nicht zwingend nötig. Der Qualitätsvorsprung wird für die meisten beim Fahren nicht zu spüren sein. Lager sind immer Verschleißteile. Rillenkugellager sind billig zu ersetzen. Auch wenn der Lagersitz etwas genauer gefertig ist und die Dichtung etwas besser anliegt, gibt es keine Garantie für ewiges Lagerleben. Ob ein normiertes Standard-Rillenkugellager schnell verschleißt, liegt meist nicht an dessen Preisklasse, sondern ob es verspannt eingebaut wurde. Ungünstige Toleranzen von Lagersitz und Distanzhülse führen zu schnellem Lagerschaden. Ob so etwas bei preisgünstigen Naben öfter vorkommt als bei teuren Markenprodukten, kann man vermuten und hoffen aber nicht zwingend unterstellen. Bei groben Schnitzern könnte man notfalls die Lagersitze mit Passscheiben ausgleichen. Wenn du jedoch Gewicht sparen willst und dir etwas richtig Gutes gönnen möchtest, ist die Nabe das richtige Teil, um groß zu investieren. Der Gewichtsbereich bewegt sich von etwa 250 g bis 600 g für das Set. Beachte bei Leichtbaunaben, ob sie für deinen Einsatz und dein Gewicht freigegeben sind.

Ein funktioneller Unterschied besteht noch bei der Anzahl der Einrastpunkte des Freilaufes. Möchtest du beim Antritt nicht zu viel Leerweg der Kurbel haben, solltest du einen fein verzahnten Freilauf wählen. Den Unterschied von 36 oder mehr Rastpunkten gegenüber nur 18 spürt man besonders bei technischen Manövern.

Ob man bei den Naben auf Rillenkugellager („Industrielager“) oder Konuslager (fast nur noch von Shimano) setzt, ist Geschmackssache. Konuslager haben den Vorteil, dass sie in der Regel größere Wälzkörper (Kugeln) haben und mehr, insbesondere axiale Last aufnehmen können. Dadurch halten sie fast ewig. Nachteil ist, dass sie gut eingestellt werden müssen. Tut man dies nicht und stellt sie zu straff, sind sie schnell verschlissen. Damit sind leider die meisten Hobby-Schrauber überfordert und auch in Werkstätten wird sich dabei oft keine Mühe gegeben. Neu ausgelieferte Shimanonaben sind meist etwas zu straff eingestellt und sollten vor der ersten Fahrt korrekt eingestellt werden. Naben mit „Industrielagern“ haben den Vorteil, dass man sehr einfach die Lager komplett wechseln kann und nichts einstellen muss. Dafür halten die kleineren Lager meist nicht ganz so lang. Hochwertige Naben mit guten Dichtungen erreichen aber auch hier eine lange Lebensdauer.

Interessante Nabenhersteller gibt es viele. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bei guter Haltbarkeit hat die Hope Pro 2 Evo (Made in UK). Qualitativ vergleichbar sind die Nuke Proof Generator oder Superstar Tesla aus Taiwan. Für etwas mehr Geld gibt es bei Acros und Tune auch leichtere Alternativen aus deutscher Produktion. Die DT 240s ist ebenfalls eine ausgesprochen zuverlässige und recht leichte Taiwannabe.  Günstige (100-160 € im Set) und ebenso brauchbare Naben zumeist aus Taiwan sind z.B. von Novatec oder Chosen, die auch unter vielen anderen Markennamen vertrieben werden. Beispiele hierfür sind die Superstar Switch Evo (Variante der Novatec 4in1), die Fun Works, Veltec und Stan‘s-Naben.  Die Shimanonaben sind auch immer ein langlebiger Preistip, wenn man sich auf das Einstellen des Lagerspiels versteht und mit der begrenzten Farbauswahl leben kann. Aber auch für extravagante Wünsche muss man nur etwas suchen.

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4. Speichen

Bei den Speichen wird es wieder interessant, weil es einige Kompromisse einzugehen gilt. Liest man Werbeversprechen von Laufradherstellern oder Laufradtests in Zeitschriften, scheint die Steifigkeit das Wichtigste zu sein. Je mehr desto besser! Oder doch nicht?

a) Steifigkeit

Diese Steifigkeit bezeichnet dabei die Widerstandskraft des Laufrades gegen seitliche Krafteinwirkung. Das ist wichtig für die Lenkpräzision und damit sich die Laufräder im Wiegetritt nicht zu sehr verformen.
Hohe Steifigkeit wird erreicht durch (1.) Naben mit großen symetrischen Flanschabständen (Singlespeednaben, Felgenbrems-VR-Naben, 150 mm DH-Naben), (2.) an sich schon sehr steifeFelgen, die die Kraft gut verteilen und sich kaum verformen und (3.) viele, dicke Speichen.

Bei den Flanschabständen muss schon das erste Zugeständnis gemacht werden, weil die Scheibenbremsaufnahme vorn und besonders die Kassette hinten Platz brauchen. Dass ich ein Befürworter von für den Einsatz und Fahrer ausreichend steifen Felgen bin, ist weiter oben sicher schon aufgefallen. Das soll dazu auch reichen.

Jetzt zur Speichenwahl. Maximale Steifigkeit sollte dabei gar nicht das Ziel sein. Dies würde auf Kosten der Dauerhaltbarkeit gehen, weil dicke Speichen schneller entlastet und locker werden und folglich eher brechen als dünne. Der Kompromiss wäre eine für den Einsatz ausreichende Steifigkeit bei guter Dauerhaltbarkeit. Speichenbrüche entstehen so gut wie nie durch einmalige Überlastung. Alle Speichen halten so viel Zugkraft aus, dass man sich schon lange die Felge zerstört hat, bevor die Speichen reißen würden. Speichen ermüden wegen ständiger Be- und Entlastung im Fahrbetrieb. So kommt es langsam zur Rissbildung – meist am Bogen. Diesen Wechsel von Be- und Entlastung gilt es deshalb zu minimieren.

Dünn konifizierte Speichen schlagen sich hier viel besser als dicke. Die konifizierten Speichen
funktionieren wie eine Dehnschraube am Zylinderkopf im Auto. Das dünne Mittelteil wird beim Speichenspannen wie eine Feder etwas vorgedehnt und verhindert im Fahrbetrieb wirkungsvoll eine vollständige Entlastung.
Beispielsweise dehnt sich eine Sapim Laser (Ø2,0-1,5-2,0 mm) bei 1100N ca. 1 mm. Eine unkonifizierte Sapim Leader (Ø2,0 mm) hingegen nur etwa 0,6 mm. Dazu kommt, dass bei einer dünnen Speiche, die nie vollständig entlastet wird, sich der Nippel auch nicht selbst locker drehen kann. Nippel können sich nur in Entlastungsphasen lockern. Je lockerer Nippel werden, desto länger sind die Entlastungsphasen und das Laufrad verteilt sich bald in seine Einzelteile. Dünnere Speichen bedingen durch die höhere Dehnbarkeit aber auch eine niedrigere Steifigkeit des Laufrades. Deshalb sollten die Speichen so dünn gewählt werden, dass die Steifigkeit für dein Fahrergewicht noch ausreicht. Ein bisschen Flex ist aber gewünscht. Er verteilt die Kräfte im Laufrad und sorgt für lange Haltbarkeit.

b) homogene Speichenspannung

Ein weiterer wichtiger Faktor für ein steifes und besonders dauerhaft haltbares Laufrad ist die Speichenspannung. So bezeichnet man die Zugkraft, mit der jede Speiche im Laufrad vorgespannt ist. Jede Speiche auf einer Laufradseite sollte möglichst gleich und hoch gespannt sein, um eine Entlastung einzelner Speichen im Fahrbetrieb zu verhindern. Guten Rundlauf der Felge würde man auch mit wenigen stark gespannten Speichen erreichen. Klappern die anderen Speichen nur im Laufrad herum, können sie aber kaum Kraft aufnehmen. Das Laufrad ist wenig steif und die niedriger gespannten Speichen werden durch Entlastung noch lockerer und brechen als erste. Laufräder mit inhomogener Speichenspannung müssen immer wieder nachzentriert werden. Problematisch ist dies besonders bei einer Kassetten-Hinterradnabe auf der linken Seite. Durch die Kassette ist der rechte Nabenflansch weit eingerückt. Die rechten Speichen müssen deshalb wesentlich höher gespannt werden als die linken, damit die Felge in der Nabenmitte läuft (Nabenmitte ist zur Flanschmitte versetzt).

Die maximal höchste Spannung auf der rechten Seite wird durch Herstellerbeschränkungen vorgegeben und liegt bei gängigen Komponenten zwischen 1000-1200 N. Auf der linken Seite kommen dann nur 500-700 N zustande. Wird die schwächere Seite nicht sorgfältig gleichmäßig gespannt, gibt es durch die Unterschiede in der Speichenspannung bald Probleme.

Ich denke, die niedriger gespannte Seite sollte wenigstens um die 600 N haben, damit ein Laufrad dauerhaft hält. Leichtbaufelgen, bei denen das nicht zu erreichen ist, eignen sich deshalb nur für Fahrer, die ihre Laufräder wenig stressen. So wird auch bei weniger als 600 N noch eine Entlastung der Speichen weitgehend verhindert.

c) belastungsgerechte Speichenwahl

Da rechte und linke Laufradseite unterschiedliche Speichenspannung haben, bietet es sich auch an, rechts und links unterschiedlich dicke Speichen zu verbauen. Dadurch erreichst du eine ähnliche Vordehnung der Speichen trotz unterschiedlicher Kraft und sehr homogene Steifigkeitswerte nach beiden Seiten. Zudem sparst du auf der schwächer gespannten Seite Gewicht, wo es nicht gebraucht wird.
Welche Speichen du kombinierst, hängt natürlich immer vom Fahrergewicht und der Stabilität der gewählten Felge ab. Im Einzelfall variable Anhaltspunkte wären:

– bis ca. 80 kg auf beiden Seiten Ø2,0-1,5-2,0 mm (z.B. Sapim Laser oder DT Revolution)
– 80-105 kg vorn links und hinten rechts etwas dickere Speichen wie Sapim D-Light (Ø2,0-1,65-2,0) oder DT Supercomp (Ø2,0-1,7-1,8)
– bei noch schwereren Fahrern vorn links und hinten rechts Ø2,0-1,8-2,0 (z.B. Sapim Race oder DT Competition) Bei sehr stabiler Felge, lässt sich das noch etwas nach oben verschieben, bei mäßig stabiler Felge nach unten. Aber lieber ein paar Gramm mehr an der Felge und dafür dünnere Speichen nehmen.

Messerspeichen wie die Sapim CX-Ray und DT Aerolite entsprechen vom Querschnitt den auf 1,5mm konifizierten Rundspeichen. Sie sollen durch den Umschmiedeprozess ein wenig verbessertes Materialgefüge haben. Ob dir das die Mehrausgabe wert ist, musst du für dich entscheiden. Spüren wirst du es am MTB kaum. Bei Geschwindigkeiten über 30 km/h wird der Windwiderstand von Speichen interessanter. Wenn davor ein 6 cm breiter Reifen läuft, musst du aber nicht wirklich darüber nachdenken. Es gibt auch dünnere Rund- und Messerspeichen mit anderen Querschnitten. Da diese aber unverhältnismäßig teuer und kaum im Handel erhältlich sind, will ich das nur erwähnen. Wer kaum Budgetgrenzen hat und das Mögliche ausloten will, kann dem gezielt nachgehen.

d) Einspeichmuster

Für die meisten Anwendungen bei Laufrädern für Scheibenbremse hat sich 32 Speichen 3fach gekreuzt und hinterkreuzt bewährt. Dieses Muster ist für die Kraftübertragung ideal, weil die Speichen annähernd tangential zum Flansch stehen und der Hebelarm zur Übertragung der Torsionskräfte am größten ist. Weniger Speichen (28) kannst du verwenden, wenn du unter 65 kg wiegst und unbedingt Gewicht sparen willst. Die Steifigkeit und Dauerhaltbarkeit ist für einen leichten Fahrer noch ausreichend. Du beschränkst dich nur bei der Teileauswahl, weil nicht alle Felgen mit 28 Loch angeboten werden. Mehr als 32 Loch ist nur in Ausnahmefällen notwendig.
Bei großen Flanschdurchmessern (Nabenschaltung) oder sehr engen Bohrungen in der Felge kann es sinnvoll sein, 2fach zu kreuzen. Einfach, radial, Krähenfuß, Wurzelspeichung etc. sieht interessant aus, ist aber am Antriebs- oder Scheibenbremsrad technisch nicht sinnvoll. Ob du klassisch gebogene oder gerade Speichen (staight pull) verwendest, macht technisch keinen großen Unterschied aus. Straight Pull Speichen haben einen kleinen Vorteil bei der Anpassung an den Nabenflansch und die Schwachstelle am Bogen bei niedriger Speichenspannung fällt weg. Praktisch brechen zu niedrig gespannte Straigth Pull Speichen aber genauso und du limitierst dich bei der Teileauswahl und Verfügbarkeit mit Speichen und Naben enorm.

e) Speichentypen und Hersteller

Die hier bekanntesten Speichenhersteller sind Sapim und DT Swiss. Beide stellen erstklassische Speichen in einem breiten Sortiment her. Mit amerikanischen und asiatischen Speichenherstellern habe ich bei hochwertigen konifizierten Speichen keine Erfahrung. Sicher holt auch die taiwanesische Produktion bei der Qualität auf. Übliche Farben sind silber und schwarz. Bunte Farbtöne sind Lacke mit eingeschränkter Haltbarkeit, wenn der Lack die Bewegung der Speiche nicht mitmacht. Deshalb sind lackierte Speichen oft billige dicke Drähte. Mit geeignetem 2K-Lack kann man jedoch auch dünne Speichen mit zufriedenstellendem Ergebnis lackieren. Zum Speichenmaterial ein klares Statement: Gute Speichen sind aus rostfreiem Stahl. Aluspeichen haben eine enorme Steifigkeit, aber so gut wie keine Elastizität. Die ist jedoch notwendig, wenn ein Laufrad dauerhaft halten soll. Titanspeichen sind bei gleichem Durchmesser hingegen zu flexibel und weich. Fertigt man sie so dick, dass sie mit Stahlspeichen von der Dehnbarkeit vergleichbar sind, haben sie keinen signifikanten Gewichtsvorteil mehr.

f) Gewichte

Für jeweils 32 Sapim Speichen bei ca. 260 mm Länge (26er MTB) zum Selbstrechnen
– Laser und CX-Ray 136 g
– D-Light 154 g
– Race 179 g
– (Leader 212 g)

5. Speichennippel

Der Nippel überträgt die hohe Zugkraft der Speiche auf die Felge. Dazu soll er sich gut drehen lassen, der Speiche eine gute Ausrichtung zur Nabe hin ermöglichen, nicht korrodieren, wenig wiegen und bunt sein.
Die Sapim Polyax Alunippel erfüllen all diese Ansprüche. Die hochwertige Legierung ist fester als Messing. Durch ihre Beschichtung verarbeiten sich diese Nippel besser als Messingnippel. Der halbrunde Kopf vermeidet ein Abknicken der Speiche am Gewindeanfang recht gut. Die Beschichtung verhindert eine Korrosion durch Streusalz recht gut. Alunippel anderer Hersteller ohne Gleitbeschichtung drehen sich deutlich schlechter. Manche korrodieren auch nach kurzer Zeit so stark, dass sie sich nicht mehr drehen lassen. Messingnippel sind hingegen immer noch günstiger. Schaust du in der Felge von hinten auf den Nippel, sollten die Speichen so lang gewählt sein, dass sie wenigstens bis zum Schlitz reichen oder nur minimal aus dem Nippel herausstehen.

Eine Nippelsicherung durch Gewindekleber oder spezielle Nippel ist bei richtiger Teilewahl und Speichenspannung nicht nötig. Speichen werden dann nicht entlastet und Nippel lockern sich nicht von selbst. Diese Nippelsicherung bekämpft nur ein Problem, das gute Laufräder nicht haben. Speichenbruch durch Entlastung kann durch Nippelsicherung auch nicht verhindert werden.

Für die Gewichtsrechnung: 64 Alunippel wiegen ca. 20 g, 64 Messingnippel dagegen ca. 60 g.

6. Sorgfältiger Aufbau

Hast du die für dich optimalen Teile ermittelt, müssen sie noch zusammengebaut werden. Der sorgfältige Aufbau mit homogener Speichenspannung ist für die Haltbarkeit eines Laufrades wichtiger als teure Naben und Felgen. Damit die Speichenspannung auch erhalten bleibt und sich die Speichen nicht erst bei den ersten Ausfahrten setzen, ist einiges an Arbeit erforderlich. Die Speichen müssen dafür belastet und gedehnt werden. Dadurch passen sie sich am Nabenflansch und Nippelsitz an und nehmen ihre Endposition ein. Das kann durch mehrfaches kräftiges Zusammendrücken der parallelen Speichen auf jeder Laufradseite und durch Abdrücken während des Zentriervorganges erreicht werden. Wird dies unterlassen, ist das Laufrad eigentlich nicht fahrfertig. Die Speichen setzen sich erst später beim Fahren und haben damit nicht mehr die ursprünglich angestrebte Spannung. Ein Nachzentrieren ist erforderlich, um Speichenbruch zu verhindern. Zögerst du das zu lang hinaus, leidet oft schon die Felge. Ein gut gebautes Laufrad muss hingegen nicht nachzentriert werden und hält ohne sich lockernde Speichen, bis sich die Felge durch Fahrfehler, Überlastung und Durchschläge verformt hat. Im Moment ist es noch so, dass dies nur durch aufwändige Handarbeit wirklich gut geleistet wird. Bei der günstigen maschinellen Fertigung erfolgt das Abrücken oft nur über ein kleines seitliches Auslenken der Felge über eine Gummirolle in der Maschine. Das reicht für ein vollständiges Setzen der Speichen nicht aus. Im Preiskampfsegment wird der Aufwand, die Speichenspannung sorgfältig auszugleichen, nicht betrieben. In der Regel wird nur auf Rundlauf zentriert und die Speichenspannung ist mehr oder weniger Zufall. Oft werden dazu noch billige, dicke Speichen verwendet, weil diese sich beim Nippelspannen nicht verdrehen und für die Maschine leichter zu handhaben sind. Auch bei den Laufrädern aus dem Konfigurator günstiger großer Anbieter ist es um den Aufbau meist preislich angemessen „günstig“ bestellt. Da solltest du ein Nachzentrieren und Spannunganpassen sicherheitshalber mit einplanen, um nicht zu sehr enttäuscht zu sein. Man kann auch hier die parallelen Speichen kräftig zusammendrücken. Ist das Laufrad gut und fertig gebaut, wird sich dadurch nichts mehr ändern. Ist die Speichenspannung anschließend niedriger, läuft es nicht mehr rund oder sind einzelne Speichen locker, wurde auf das Stressen der Speichen beim Bau verzichtet. Dann kann man sich gleich ans Nachzentrieren machen, bevor sich im Fahrbetrieb die Felge verzieht.

Die Speichenspannung wird mit einem Tensiometer gemessen. Ohne dieses Messgerät braucht es etwas Erfahrung im Laufradbau, um die Speichenspannung wenigstens halbwegs beurteilen zu können. Bei 1100 N bekommt man selbst dünne Speichen mit Daumen und Zeigefinger an den Kreuzungen kaum noch auseinander gedrückt. Gleichmäßige Spannung kann man durch Zusammendrücken der parallelen Speichen einer Seite erfühlen oder durch Anschlagen wie bei einer Gitarrensaite hören.

Da der Artikel eher als Kaufberatung/Entscheidungshilfe und nicht als DIY-Bauanleitung gedacht ist, soll das zum Aufbau reichen. Bei Interesse gibt es vielleicht noch eine Fortsetzung.

7. Systemlaufradsätze

Systemlaufradsätze werden von den Herstellern mit großem Aufwand beworben und du siehst sie an vielen Rädern. Vieles haben sie gemeinsam. Über einen Kamm scheren lassen sie sich trotzdem nicht. Meistens werden die Laufräder aber nicht individuell an den Fahrer angepasst, sondern der Käufer kann unter verschiedenen Modellen wählen. Die Modelle sind dann in der Regel für alle Fahrer in einer bestimmten Kategorie (z.B. All Mountain) gedacht – egal wie schwer der Fahrer ist und welche Reifenbreite er bevorzugt. Unterscheiden kannst du bei Systemlaufrädern trotzdem zwei Gruppen.

Zum einen die von großen Laufradherstellern aus klassischen Komponenten gefertigten Modelle. Bekanntes Beispiel ist der EX 1750 von DT oder die modernen, neuen Syntace Laufradsätze. Wenn die Teile zufällig für den Fahrer passen und farblich zusagen, gibt es keinen Unterschied zum individuellen Laufrad.

Die andere Gruppe sind Sonderbauformen, wofür ausschließlich Spezialteile verwendet werden. Diese Laufräder stechen durch extravagante Optik hervor. Die Physik können Hersteller solcher Laufräder aber nicht außer Kraft setzen. Die Werbeaussagen klingen beeindruckend. Doch beurteilt man die Laufräder nach obigen Kriterien, tut man sich schwer, einen Vorteil für sich zu finden. Durchweg werden sehr schmale Felgen verwendet. Das spart oft Gewicht, aber fährt sich nicht besonders und vermindert die Steifigkeit des Laufrades. Weiter wird Gewicht durch das Weglassen von Speichen gespart. Oft sind es nur 24. Der eingeschränkten Steifigkeit wird dann mit sehr dicken, teilweise sogar mit Aluminumspeichen begegnet. Das mindert die Dauerhaltbarkeit und die Reserven bei Überlastung, weil es kein flexibles Speichengerüst gibt, das Kräfte verteilt. Bekannt sind aus dem Bereich sicher die Laufräder von Mavic und die DT-Swiss Tricon.
Bei diesen Systemlaufrädern sind die Komponenten auf einfache, maschinelle Fertigung optimiert worden. Weniger Speichen und dazu Straight Pull Speichen sind schneller eingefädelt. Lässt man das Hinterkreuzen weg, spart es ebenfalls Zeit. Dicke Speichen lassen sich einfacher spannen, weil sie sich beim Nippel Aufschrauben kaum mitdrehen. Straight Pull Speichen setzen sich nicht so stark. Die Maschinen sind für diese Laufräder optimiert und gut eingestellt. Deshalb sind diese Systemlaufräder – bei allen konstruktiven Nachteilen der Komponenten und trotz maschineller Fertigung – recht gut gebaut und out of the box fahrbar.

Günstige Laufräder mit klassischen Teilen aus maschineller Fertigung sind dies leider nicht, weil die Speichenspannung oft miserabel ist und die Speichen sich noch nicht gesetzt haben. Doch sobald der Billigbereich verlassen wird und sich ein Laufradbauer die Zeit nimmt, für eine homogene und hohe Speichenspannung zu sorgen, schlagen gut gebaute individuelle Laufräder diese Systemlaufräder in jedem Bereich. Bei gleichem Gewicht bekommt man eine breitere Felge und ein haltbareres Laufrad zu niedrigerem Preis. Zum gleichen Preis ist auch „leichter, haltbarer und breiter“ möglich. Selbst steifer ist mit 32 Speichen und einer stabilen Felge kein Problem. Ich halte diese Systemlaufräder nur für sinnvoll, wenn du für 140 € einen Laufradsatz möchtest, den du ohne Nachzentrieren und große Ansprüche eine Weile fahren kannst oder ihn allein wegen der Optik bevorzugst. In diesem Preisbereich bekommst du kaum etwas gut gebautes mit klassischen Teilen. Wenn du die Speichenspannung selbst nicht optimieren kannst oder willst, bist du hier mit einem Systemlaufrad besser beraten.

Mavic_Crossride_Disc_2013

8. Fazit

Möchtest du dir ein passendes Laufrad zusammenstellen, wählst du dieses nicht nach Wunschgewicht aus, sondern startest mit der Felge. Diese findest du sinnvoller Weise über die gewünschte Reifenbreite und benötigte Stabilität (Fahrergewicht & Einsatz). Die Nabe muss zu den benötigten Achs- und Bremsstandards passen und wird nach Budget gewählt. Speichen sollten möglichst dünn konifiziert und nur bei sehr leichten Fahrern weniger als 32 sein. Für ein gutes Laufrad, an dem man lange Freude hat, ist ein sorgfältiger Aufbau mit homogener hoher Speichenspannung genauso wichtig, wie die Auswahl der Komponenten. Wenn du dir besonders leichte, vielleicht sogar unterdimensionierte Wettkampflaufräder zusammenstellst und dafür Abstriche bei der Dauerhaltbarkeit oder Steifigkeit machst, musst du dir dessen auch bewusst sein. Selbst gut gebaut, werden Felgen und Speichen hier schneller verschleißen. Systemlaufräder kaufst du im unteren Preisbereich, wo Handarbeit und guter Aufbau noch nicht möglich sind oder weil du die Optik möchtest und die technischen Nachteile in Kauf nimmst.

Weiterführender Link zum Laufradthread im IBC Forum: Fragenkatalog Laufrad-Kaufberatung

9. Beispiele

Nur um zu zeigen, was möglich wäre, ohne dass dies schon die ausgeloteten Extreme sind.
Man kann mit der Komponentenwahl beliebig herumspielen und so Preis und Gewicht verändern. Bei den Felgen würde ich nicht zu große Kompromisse zugunsten des niedrigen Preises machen. So groß sind die Unterschiede ja auch nicht. Bei Naben wirkt es sich deutlicher aus.

a) Beispiel 1 „Tour“

Anforderungen:
Reifen 2.2 selten mal 2.4er (eventuell tubeless)

Einsatzgebiet:
120 mm CC-Fully für sportliche Touren (15mm/QR10), S2 Trails, Sprünge und Geländekanten nicht viel höher als Kniehöhe, eher vortriebsorientiert, Abfahrten in einfachem Gelände schnell, Fahrtechnik vom Rennrad geprägt, vor Hindernissen wird gebremst, Fahrer 78 kg, Trinkrucksack oder leichter Tourenrucksack

Prioritäten:
Leicht, steif, aber genug Breite, dass die Reifen sicher tubeless gefahren werden können, haltbar, guter Freilaufsound

Budget:
flexibel aber nicht teurer als das Bike

Vorschlag:
Felgen: FunWorks Amride 25, 450 g, 70 €
Speichen: 2×32 Sapim CX Ray, 270 g, 130 €
Nippel Sapim Polyax, 20 g, ca. 12 €
Naben: Tune King/Kong, 320 g, 450 €
Gesamtgewicht: 1510 g
Teilepreis: 732 €

Die Preise sind jeweils günstige Einzelpreise aus dem Onlinehandel und dienen hier nur als
Anhaltspunkt. Sie nützen so aber nur, wenn man die Laufräder selbst baut. Zu welchem Preis ein Laufradbauer die jeweiligen Teile verkauft und verbaut, muss natürlich dort erfragt werden.

b) Beispiel 2 „All Mountain/Enduro“

Anforderungen:
Reifen 2,2-2,4 (eventuell tubeless)

Einsatzgebiet:
Bike: 150 mm Fully (15 mm/ X-12), ausgedehnte All Mountain/Endurotouren, S3 Trails, kleinere Sprünge, jedenfalls mit einigermaßen passender Landung, Drops max. 1,5 m, zügige Abfahrten aber kein Gemosche durch Steinfelder, Fahrer 75 kg, Gepäck: kleiner Tagesrucksack 3-4 kg

Prioritäten:
Der Laufradsatz soll sorglos sein und halten, aber trotzdem nicht zu viel wiegen. Nabe soll blau sein, Felge schwarz, Speichen sollen schwarz sein, Nippel blau.

Budget:
300-400 €

Vorschlag:
Felgen: Spank Subrosa Evo schwarz, 24,4 mm Maulweite, 530 g, ca. 60 €
Speichen: 2x 32 Sapim Laser schwarz, 272 g, ca. 50 €
Nippel Sapim Polyax Alu, 20 g, 12 €
Naben: günstige Variante Superstar Switch Evo blau, ca. 500 g, 120 € mit leichten Schwächen am Freilauf. Weil es das Budget gerade noch zulässt und Priorität „sorglos“ ist, könnte auch die Hope Pro 2 Evo blau genommen werden, auch ca. 500 g, 220 €

Gesamtgewicht: 1852 g
Teilepreis: 303 € (Superstar-Nabe) 402 € (Hope-Nabe)

c) Beispiel 3 „Freeride“

Anforderungen:
Reifen 2.5″

Einsatzgebiet:
180 mm Freeride Bike, Enduro/Freeride Touren, Bikepark, S3 Trails, größere Sprünge & Drops, rustikale Fahrweise, es wird eher ausprobiert als gebremst, 90 kg Fahrer

Prioritäten:
haltbar, günstig, wegen Touren aber auch leicht

Vorschlage:
Felgen: Spank Spike Evo 35AL, 29 mm Maulweite, 610 g, 65 €
Speichen: Sapim D-Light/Laser belastungsgerecht, 290 g, 60 €
Nippel: Polyax Alu, 20 g, 12 €
Naben: Hope Pro 2 Evo, 500 g, 220 €
Gewicht: 2030 g
Teilepreis: 422 €

d) Beispiel 4 „CC-Race“

Anforderung:
Reifen 2.0-2.1″ Race-Reifen

Einsatzgebiet:
CC-Race, keine Sprünge, nur beim CC übliche Geländestufen, saubere Linienwahl, Fahrer 70 kg

Priorität:
leicht, schnell, große Stabilitätsreserven müssen nicht sein (Variante 1 teuer/ Variante 2 günstig)

Vorschlag:
Variante 1 (teuer)
Felgen: Notubes ZTR Crest, 21 mm Maulweite, 355 g, 90 €
Speichen: VR 28, HR 32 Sapim CX-Ray, 253 g, 121 €
Nippel: Sapim Polyax Alu, 20 g, 12 €
Naben: Tune Princess/Prince, 295g, 675 €
Gesamtgewicht: 1278 g
Teilepreis: 988 €

Variante 2 (günstig)
Felgen: Notubes ZTR Crest, 21 mm Maulweite, 355 g, 90 €
Speichen: 2×32 Sapim Laser, 270g, 40 €
Nippel: Sapim Polyax Alu, 20 g, 12 €
Naben: Novatec X-Light, 429 g, 120 €
Gesamtgewicht: 1429 g
Teilepreis: 352 €

  • dirsch

    autsch, jetzt muß ich ja neu überlegen. Der Artikel klingt für mich logisch – auch, wenn ich keine Ahnung habe… Ich suche seit Wochen nach einem Laufradsatz, habe mich bisher auf DT swiss und Mavic versteift – haben für mich einen guten Ruf (gehabt?)
    Mich hat das immer gewundert, dass zwar „Straight Pull“ Naben einzeln angeboten werden, aber fast überall nur Laufrader nur mit den klasischen Naben (für gekröpfte Speichen) angeboten werden – abgesehen von den Spline-LRS von DT swiss direkt. Ist das Straight-Pull-System nichts wert? Ich glaubte da der WErbung, dass die Kröpfung der Speichen ein Schwachpunkt ist.
    Der nächste Punkt ist, dass bei manchen Seiten Fahrer-/Systemgewichte angegebn werden, bei anderen (für gleiche Räder) eben nicht. Vom Einsatzzweck, mal ganz zu schweigen – aber selbst damit habe ich so meine Probleme. Ich fahre im Flachland, ein Scott Spark. Also Wald- und Feldwege, nichts weltbewegendes. Gelgentlich geht es mal eine (große lange) Böschung hoch und wieder runter und bei Bodenwellen und Wurzeln hängen beide Räder auch mal in der Luft. Gefühlt mindestens 1 Meter hoch und 10 Meter weit ist dann die Flugphase – realistisch wohl 30 cm hoch, 1-2 m weit…? Luftdruck eher hoch , da in der Ebene auch Tempo gemacht wird.
    Allerdings wiege ich knappe 90 kg, 12,4 das Rad, evtl Trinkrucksack – ich denke von 110 kg (inkl. Reserve) kann man schon ausgehen. Mit den original-Rädern (Syncros XC mit Shimano-Naben, Rocket Ron performance 2,25) bisher keine Probleme bis auf erhöhtes Lagerspiel.
    Eine Alternativ-Vorschlag wäre nett aber zuviel verlangt – aber wie wäre ich denn Einzuschätzen (Gewicht, MTB-Typ) und worauf sollte ich achten? Bin für jeden Tipp dankbar. Dummer weise verstehe ich immer weniger, je mehr ich lese und suche…. 😉

    • bike2do

      Straight-Pull ist nicht schlecht, aber gerade wenn man sich sein Rad selbst aufbaut schränkt man sich halt schon sehr bei den Teilen ein, ebenso wenn mal ein Defekt vorliegt. Bei dem das du so schreibst kommt mir spontan ein LRS in Richtung 25 mm Felge. Da gibt es schon fertige Sätze von Spank, Sixpack etc die sich so um die +-400€ bewegen und so bei 1600g losgehen. Mit einem Selbstaufbau für dich wäre man wohl auch so bei 400€.

    • dirsch

      Tja, das sind so Sachen, auf die man erst hinterher stößt. Fahre wie oben genannt seit 20 Jahren, zunächst Hardtail, dann (preiswerteres) Fully (Risse an Nähten nach 1 Jahr –> Garantie –> neues Fully in 27,5) War erstaunt, wie wendig die größeren Räder (im Vergleich zum alten Fully und zum uralt-Hardtail) sind. Aber selbst der Händler hat in 27,5 kaum Zubehör – von LRS ganz zu schweigen. Schon dadurch ist man scheinbar sehr eingeschränkt – z.B. keine oder kaum Felgen von Mavic (sorry, DT und Mavic fallen mir immer als erstes ein , Syntace ist schon nicht mehr meine Preisklasse, Tune wohl auch nicht… 😉 ) Rein Optisch gefallen mit halt die Straight Pull – Naben, komisch finde ich, dass z.B. eine Laufrad-Firma bei diesen ihre sonstige „lebenslange“ Garantie auf Speichenbruch von vornherein einschränkt. Ansosnten bin ich jetzt an dem Punkt, wo ich ganz viel gelesen haben – und immer weniger verstehe bzw. immer weniger weiß, was passen würde… 😉 Für mein bisschen Freizeit-fahren nehme ich das wohl zu genau.
      Die jetzigen Räder (ca 1900 – 1955 g im Set) sind ja gerade 6 Monate alt – aber bald ist ja Weihnachten 😉 Wenn die neuen bischen aussehen und zumindest nicht schwerer sind – leichter wäre schön, Haltbarkeit geht aber vor – und schon durch die Risse im vorigem Rahmen bin ich irgendwie vorsichtig) – dann wäre das schon schön.
      vielen Dank für Deine Antwort in diesem doch älteren Thread! Ich schau mal, ob ich was zu den von Dir genannten LRS finde.

    • bike2do

      Entschuldige das ich mich erst jetzt melde, ich hab deine Antwort gar nicht mitbekommen. Der Markt an 27,5er Hardware ist noch recht klein, das stimmt.

      Wenn du keinen LRS Bauer hast, hängt es halt echt vom Budget ab. Was willst du den ausgeben?

    • dirsch

      Da wünsche ich mal Frohe Weihnachten gehabt zu haben… 😉
      Habe keinen LRS-Bauer, wohne quasi auf’m Dorf, wenn man etwas mehr möchte, als ein City- oder Baumarkt-Rad wird das immer zur halben „Weltreise“ bzw. ein Besuch beim online-Handel. Zu Weihnachten hat es übrigens nicht mehr geklappt – es ist auch noch nicht wirklich eine Entscheidung gefallen. Momentan gefällt mir der LRS WCS Trail von Ritchey. Bin da wohl auch von positiven Meldungen zu diesem LRS beeinflusst. Aufbau klassisch, 25mm Innenbreite (Modell 2015) wenn auch nur 28 Speichen. Zugelassen bis 110kg. Außerdem CenterLock-Befestigung für Bremsscheibe, dazu rein schwarz -.alles Dinge, die mir eigentlich gefallen. Der Preis ist allerdings noch eine ganz andere Hausnummer… Allerdings sind die Felgen wohl ungeöst – und da scheiden sich schon wieder die Geister (ich habe auch da keine Ahnung und im obigen Beitrag wird dazu auch nicht s gesagt…. 😉 )
      Momentan sieht es aber so aus, als bräuchte ich erstmal Spike-Reifen. Vielleicht kann ich aber nach dem Winter die normalen Reifen auf neue Räder aufziehen. Bei Hope werde ich mich nochmal umsehen. Danke, dass Du hier immer noch mal rein schaust!

    • bike2do

      Hoffe natürlich auch das du ein erholsames Weihnachtsfest hattest. Ja mit den laufrädern ist es nicht so einfach, zumal wenn du auch noch Centerlock brauchst. Aber vllt findest du ja doch noch was in absehbarer Zeit.

    • Martin

      Hi dirsch,
      mach’s nicht so kompliziert. Wenn du keinen guten Laufradbauer an der Hand hast, brauchst du dich auch nicht so intensiv mit den Teilen beschäftigen 😉 Aber ein Anruf bei German-lightness würde sicher weiter helfen. Er baut auch für Leute vom Dorf.
      Sonst bei der Auswahl einfach vorgehen wie im Artikel:
      1. Felge nach benötigter Breite und Stabilität wählen
      2. Speichen nach Fahrergewicht; zB Sapim D-Light/Laser bei dir
      3. Naben nach noch vorhandenem Budget
      Systemlaufräder mit nur 28 Speichen würde ich bei deinem Gewicht nur nehmen, wenn sie billig sind und dir die Optik sehr gefällt – nicht, wenn sie ewig halten sollen.
      Grüße Martin
      (der, der den Artikel mal verzapft hat…)

    • dirsch

      Vielen Dank erst mal für Eure Antworten – war für mich bei einem älteren Artikel nicht unbedingt zu erwarten!
      Ja, ich neige dazu, Dinge zu verkomplizieren… 😉
      Worauf ich noch keine Antwort fand: sind ungeöste Felgen prinzipiell schlechter/weniger haltbar und wie sind eigentlich die Einteilungen in die versch. MTB-Kategorien? Wie eingangs erwähnt, fahre ich eigentlich im Flachland – fällt das M schon mal weg, bleibt nur TB.

      Die Einteilung der Trails (S1, S2…) Sprünge/Drops habe ich mir angesehen – kann aber praktisch nichts mit anfangen. Hier ist es eher so, das man mal absichtlich ein wenig den Bodenkontakt verliert, wenn ein kleine Erhebung das anbietet oder irgendwo eine Auswaschung ist o.ä. – schrieb ich in meinem ersten Posting… (vielleicht was für weitere Artikel?)

      Ich weiß nur eins: Downhill ist das hier garantiert nicht 😉

  • SvenFreiburg

    Also mit den hier genannten Maulweiten komme ich nicht klar: In anderen Quellen und etlichen Bike-Testberichten werden Maulweiten von 20/21 mm ausdrücklich für AM-/ Enduro Reifen 2.4 Zoll empfohlen.
    Z.B. die vielgelobte Veltec AM-One (Testsieger!) hat 20.7 Maulweite und wird für AM/ Enduro empfohlen.
    Wie kann das sein bzw. wo gibt es AM-Felgen-Testberichte mit Felgen von 24mm Maulweite?
    Ich bin verwirrt!
    Ich selbst fahre Fat Albert 2.4 auf einer 18mm Felge. Ist bestimmt nicht besoners clever aber für mich für AM Touren besser als 2.25 Zoll Reifen.
    Erzählen/ schreiben alle anderen totalen Quatsch?

    Danke für Aufhellung!

    • Martin

      „Erzählen/ schreiben alle anderen totalen Quatsch?“
      Ich sag mal einfach: Ja 🙂
      „Alle“ ist aber weitaus übertrieben. Wer sich bisschen damit beschäftigt, sieht es differenziert. Langsam fahren = breite Felgen & wenig Luftdruck. Schnell fahren (DH-Race) = schmalere Felgen & viel Luftdruck. Steht aber im Artikel.

      Ein 2.4er Reifen auf einer 18 mm Felge ist auf jeden Fall Unfug. 😉
      Grüße
      Martin

  • teh legendary

    Hallo.
    Mein Enduro MTB besitzt DT Swiss custom for Specialized X420, die laut den Empfehlungen wohl zu wenig Felgenbreite besitzen. Wäre es jetzt für die Fahrbarkeit besser, vorn meine 2,5 Fat Albert Reifen gegen 2,3 oder 2,4 zu tauschen?

    Vielen Dank für die Info!

    • bike2do

      Hi,
      wenn ich das so richtig im Netz gefunden habe, müsste deine Felge ca. 20 mm Maulweite haben. Im Idealfall würde das Reifen mit 40 – 50 mm Breite entsprechen. Also maximal 2 Zoll. Meist verbauen die Hersteller 2,25er auf solchen Felgen – ein Klassiker 🙁 . Ein 2,5er FA ist daher ne ganze Ecke zu breit für die Felge, das Kurvenverhalten von der Kombination wird wohl auch nicht super sein, außer du fährst den Reifen mit hohem Druck, was wiederum ebenso Traktion kostet. Auch wenn es immer noch nicht optimal ist solltest du auf 2,25-2,3 Zoll gehen – Andernfalls wäre eine neue Felge ratsam.

      Ich hoffe das konnte etwas helfen.

  • Wurzelpedaleur

    Hallo Frankin,
    ich bin auch ein 70kg&180 Hase und meine Erfahrung im Schwerlastbereich ist begrenzt. Für den Chris passt der 26″ LRS mit Spike 35 und D-Light/Laser ganz gut. Ob bei der etwas schwächeren Felge und 29er Laufrädern schon Race/Laser sinnvoll sind? Vermutlich ja. 😉
    Ich habe an meinem 29er vorn die Subrosa (32Loch) und hinten die MTX33 (36 Loch) – jeweils ausschließlich mit Laser aufgebaut. Ein Freund mit über 100 kg ist damit gefahren und fand die Laufräder „sehr steif und deutlich steifer als seine Stangenware“. Ich würde bei dir trotzdem Race/Laser nehmen. Aber probier es aus, ich weiß es nicht und kann einen 40 kg Rucksack nicht heben, um es selbst zu testen.

    Felgen: Subrosa halte ich für stabiler als die Flow Ex, weil höheres/größeres Profil. Als Alternativen fallen mir ein: H+Son Todestrieb, Salsa Gordo und Sun MTX33. Erfahrung habe ich nur mit der MTX33, welche es auch als 36 Loch Version gibt. Sehr schwer, sehr stabil, einfach verarbeitet, habe noch keine kaputt bekommen. Ob sie wegen des deutlichen Mehrgewichts aber auch mehr aushält als die modernere Surbosa, glaube ich nicht wirklich. Die Felgenhörner sind aber schon sehr fett. Ich habe sie nur genommen, weil ich die 36 Loch Nabe hatte.

    Was bei dir Bikepark „Light“ heißt, weißt natürlich auch nur du. Ich würde mit der Subrosa auch am 26er nicht in Bikepark gehen. Aber ich weiß, dass das viele erfolgreich tun.
    Falls du nicht selbst bauen willst, kannst du dich bei deinem Budget auch an einen Profilaufradbauer wenden, der in dem Bereich Erfahrung hat.

    Grüße
    Martin

    • Frankin

      Hi. Vielen Dank für die prompte Antwort. Eine Frage habe ich noch zu den Speichen. Das man hinten unterschiedliche Speichen nutzen sollte ist mir recht klar. Aber warum empfiehlst du das auch für vorne? Dort ist das LR doch symetrisch bzw. die Felge mittig über der Nabe.

    • Frankin

      Glaube ich kann mir selbst antworten: Versatz wegen Disc Aufnahme.

  • Frankin

    Vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Artikel!!! Sehr sachlich, sehr lesbar, sehr hilfreich.
    Ich bin dabei mir einen kleinen Traum zu erfüllen. Mein selbst aufgebautes 29er Rad. Ich bin knapp 2m groß und komme mit Stangenwahre selten zurecht. Die sog. Tests in einschlägigen Zeitschriften werden ja meist von 70-Kilo-Hasen mit 1,80m durchgeführt. Als Basis kommen bisher Nicolai Helius TB 29 (ein paar mm mehr Federweg wären nicht schlecht), Nicolai Helius AC (ist leider kein 29er), Nicolai Ion 15 (vielleicht zu sehr abfahrtsorientiert) oder Liteville 301 in betracht. Bei den Nicolaus könnte es Custom werden weil sie zumindest auf dem Papier zu klein/kurz aussehen. Das LV könnte in XXL passen.

    Jetzt aber zur Frage: Mit 110kg Kampfgewicht stellt sich neben den Rahmen die Frage der Laufräder. Mein Budget max. 500-600 EUR. Dem Artikel folgend wäre es Hope Pro Evo 2 + Subrosa oder ZTR Flow ex. Welche von beiden ist robuster? Gibt es im 29er Lager nicht genannte Alternativen? Tipp zu den Speichen?
    Background: Tour/All Mountain, Bikepark “Light“ (Flow-Spaßstrecken) kann vorkommen. Vorwiegend Mittelgebirge. Reifen: 2.4″ Conti MK II oder Schwalbe Hans Dampf. Erfahrung: 20 Jahre MTB.

  • bastard1979

    Danke für den Artikel!

  • Wurzelpedaleur

    Hallo Marcel,
    danke fürs Lob. Vielleicht schreib ich mal noch eine Anleitung zum Selberbauen. Aber es ist zur Zeit nicht geplant und wird garantiert nicht in den nächsten Tagen geschehen. So ein Artikel macht ne Menge Arbeit und ich bin kein geübter Schreiberling. Ich habe mit dem Bike2do-Team auch nichts weiter zu tun, als dass ich mit Chris befreundet bin. Baue in der Freizeit deshalb lieber Laufräder oder geh biken. 😉
    Informieren kannst du dich aber z.B. bei mtb-news.de im Laufradbereich des Forums. So ziemlich jede Frage wurde schon mal durchgekaut.
    Viel Erfolg
    Martin

  • Marcel

    Vielen Dank für den sehr informativen Artikel. Jetzt habe ich richtig Lust bekommen, den von euch vorgestellten „LRS fürs Grobe“ nachzubauen! Leider habe ich keine Erfahrung im Laufradbau und würde mich daher sehr freuen, wenn ihr auch eine DIY-Bauanleitung online stellen würdet!

    Liebe Grüße
    Marcel